Im Nachhinein muss es der Spielbeginn am Sonntag zur Mittagszeit gewesen sein, der als Ausrede für den leidenschafts- und antriebslosen Capricorns-Auftritt in der ersten Halbzeit herhalten könnte. Woran sonst kann dieser sonst gelegen sein, als am viel zu zeitigen Aufstehen und an der fehlenden vorhergehenden Nahrungsaufnahme?

In den ersten 20 Minuten plätscherte das Spiel auf beiden Seiten sanftest dahin. Erst nach und nach kristallisierten sich in beiden Teams ein paar Spieler heraus, die etwas mehr investieren wollten, doch weder offensiv noch defensiv war Teamsport zu erkennen.
Nach der Pause wurde zwar mit mehr Elan und auch dem Willen, es besser zu machen, ans Werk gegangen. Doch noch war es bei den Capricorns hauptsächlich Gavrilo - der sich in der ersten Halbzeit am Arm verletzte - der von der Bank aus seine Teamkollegen zu mehr Intensität anspornte. Nach und nach sprang der Aktivierungsschub dann aber tatsächlich über. Auch wenn spielerisch nicht allzu viel klappen wollte, in der Verteidigung wurde viel besser kommuniziert und vorne war zumindest das Wollen, auch Punkte zu erzielen, bemerkbar. So wurde der Vorsprung bis zur Mitte des letzten Viertels auf 20 Punkte ausgebaut, bevor dann wieder ein wenig der Schlendrian einkehrte.
UAB vs MU16/2 43:59 (10:14|12:13|8:16|13:16)


Fazit: Die Sprunghaftigkeit des Teams ist enorm und noch ist nicht ganz klar, ob nicht die Sprünge nach vorne, sich mit denen nach hinten die Wage halten. Auf jeden Fall positiv anzumerken, die vom Team in den letzten Minuten selbst ausgegebene Aufgabe, dass alle anwesenden Spieler auch scoren sollen, zeigt von einem intakten Teamgefüge.

Herbstferien sind wahrlich keine einfache Zeit, einen kompletten Kader zusammen zu stellen. Trotzdem schafften es neun Capricorns in den Hallmann Dome. Wann bietet sich schon der Luxus in Wiens schönster Basketball-Halle zu spielen?
Doch leider waren die Landstraßer Jungs von der ersten Sekunde an völlig abgemeldet. Die Hausherren lieferten eine Lehrstunde in punkto Aggressivität und die Capricorns waren sofort zutiefst verunsichert. Drei Viertel lang brachten sie kaum eine gelungene Aktion aufs Feld, waren fallweise zu hektisch, dann zu unkonzentriert und man hatte den Eindruck, sie würden viel lieber gar nicht am Parkett stehen.
Erst im letzten Abschnitt brachten die Capricorns ein wenig Ruhe und Stabilität ins eigene Spiel, hatten fallweise auch die richtigen Antworten auf die Verteidigung von Basket2000 und konnten so das absolute Spiel-Desaster ein wenig abwenden.

Fazit: Auch wenn der Qualitätsunterschied wieder eklatant war und zwei hohe Niederlagen hintereinander für das Selbstvertrauen alles andere denn ideal sind, es lässt sich viel für das eigene Spiel aus solchen Matches mitnehmen. Vor allem für die Neulinge sind solche Spiele eine sehr harte Herausforderung, aber der Lerneffekt kann durchaus ein hoher sein.
Basket2000 vs. MU16/2 93:21 (33:1, 59:5,78:7)

Die Gäste können sich den Luxus erlauben, in ihrer Zweiermannschaft einige Nationalteam-Kandidaten auflaufen zu lassen. Spätestens da war klar, der Qualitätsunterschied war mehr als offensichtlich.

Slow Motion gegen Zeitraffer
Die Capicorns verfielen deswegen schon mit Beginn nicht nur in Ehrfurcht, sondern in eine selbstgewählte Agonie. Auch als die Flames mehr als einen Gang zurückschalteten, half das der Heimmannschaft kaum.
Spätestens im dritten Viertel hatte es den Anschein, als würden alle am liebsten das Match schon längst beendet haben. Der Endscore in der Boerhaavegasse zeigte 23:23 – dies aber nur, weil die 100-Stellen fehlen. Eine 100 Packung zu bekommen und mit Chinasa und Jihoon nur zwei Capricorns Spieler, die in der Offensive Verantwortung übernehmen wollten, sagt viel über den Zustand des Teams aus.
MU16/2 vs. Flames/2 23:123

Am Samstag, 14.10. zu Mittag ging es für unsere MU16/2 nach Bruck an der Leitha.
Es galt vor allem viel Spielpraxis zu sammeln und bereits Gelerntes aus dem Training umzusetzen. Bereits im ersten Viertel zeigte sich die körperliche Überlegenheit der Capricorns klar. Viele Offensivrebounds glichen die etwas mittelmäßige Wurfausbeute aus. So konnte eine Führung aufgebaut werden, die auch im zweiten Viertel weiter wuchs.
Mit Fortdauer des Spieles kamen die Capricorns auch in den Fast Break-Lauf hinein. So konnten hier einige einfache Punkte erzielt werden (leider wurde dabei die linke Hand noch etwas verschmäht). In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Führung wurde immer größer und Bruck an der Leitha konnte dem schnellen Spiel der Capricorns nichts entgegensetzen. So kam es zu einem ungefährdeten Auswärtssieg der Capricorns.
UKJ Bruck/Leitha vs. MU16/2 33:80 (13:23|8:16|5.13|7:28)