Im Nachhinein muss es der Spielbeginn am Sonntag zur Mittagszeit gewesen sein, der als Ausrede für den leidenschafts- und antriebslosen Capricorns-Auftritt in der ersten Halbzeit herhalten könnte. Woran sonst kann dieser sonst gelegen sein, als am viel zu zeitigen Aufstehen und an der fehlenden vorhergehenden Nahrungsaufnahme?

In den ersten 20 Minuten plätscherte das Spiel auf beiden Seiten sanftest dahin. Erst nach und nach kristallisierten sich in beiden Teams ein paar Spieler heraus, die etwas mehr investieren wollten, doch weder offensiv noch defensiv war Teamsport zu erkennen.
Nach der Pause wurde zwar mit mehr Elan und auch dem Willen, es besser zu machen, ans Werk gegangen. Doch noch war es bei den Capricorns hauptsächlich Gavrilo - der sich in der ersten Halbzeit am Arm verletzte - der von der Bank aus seine Teamkollegen zu mehr Intensität anspornte. Nach und nach sprang der Aktivierungsschub dann aber tatsächlich über. Auch wenn spielerisch nicht allzu viel klappen wollte, in der Verteidigung wurde viel besser kommuniziert und vorne war zumindest das Wollen, auch Punkte zu erzielen, bemerkbar. So wurde der Vorsprung bis zur Mitte des letzten Viertels auf 20 Punkte ausgebaut, bevor dann wieder ein wenig der Schlendrian einkehrte.
UAB vs MU16/2 43:59 (10:14|12:13|8:16|13:16)


Fazit: Die Sprunghaftigkeit des Teams ist enorm und noch ist nicht ganz klar, ob nicht die Sprünge nach vorne, sich mit denen nach hinten die Wage halten. Auf jeden Fall positiv anzumerken, die vom Team in den letzten Minuten selbst ausgegebene Aufgabe, dass alle anwesenden Spieler auch scoren sollen, zeigt von einem intakten Teamgefüge.