Ein Nachtragsspiel aus der Gruppenphase der Regionalliga stand am 17.3. für das zweite MU16 Team der Capricorns am Programm. Es endete  mit einer deftigen Niederlage. Ein kleiner Kader und über fast drei Viertel lang pressenden, übermächtige Gegner können zu solchen Ergebnissen führen. Trotz der klaren Verhältnisse sind den anwesenden Spielern wenige Vorwürfe zu machen. Sie steckten bis zuletzt nicht auf und haben das Team bis zum Schluss beherzt angefeuert.

Fazit: Der Trainingsalltag spiegelt sich bei solchen Matches ziemlich gut wieder. Das ist der Punkt, an dem wir ansetzten müssen.

MU16/2 vs. Traiskirchen Lions 33:133 (9:43|10:31|5:37|9:22)

Am Sonntag, 11.3.18 spielte das zweite MU16 Team der Capricorns in der Wiener Meisterschaft gegen die Basket Flames/3.
Das erste Viertel war von vielen Fehlwürfen geprägt, nach fünf Minuten stand es gerade einmal 2:0 für die Flames. Wie bei allen Würfen, zeigten sich die Gastgeber auch bei den Freiwürfen gar nicht sattelfest - nur einer von sechs fand sein Ziel. Zum Viertelende stand es 7:10 für die Flames.
Im zweiten Viertel zogen die Basket Flames etwas davon. WAT 3 antwortete aber zum Ende des zweiten Viertels und verkürzte den Vorsprung auf einen Punkt. Mit der Verwertung der Freiwürfe wäre es sogar eine Führung gewesen. Diesmal fanden 2 von 13 den Weg in den Korb.
Im dritten Viertel legten die Basket Flames wieder vor. Sie konnten abermals einen Vorsprung herausspielen. Bis zum Ende wuchs der Vorsprung kurzzeitig sogar auf 10 Punkte an. Von der Freiwurflinie war WAT 3 noch immer sehr schwach – 2 von 8.
Das Schlussviertel spielten die Flames dann sehr routiniert. Sie konnten den Vorsprung sehr gut halten und ließen beim Sieg nichts anbrennen. Die Capricorns standen sich dabei mehr selber im Weg. Einfache Punktemöglichkeiten wurden nicht verwandelt und eine Freiwurfausbeute von 6 aus 32 ist einfach zu wenig, um ein Spiel zu gewinnen.

MU16/2 vs. Basket Flames/3 41:54 (7:10, 13:11, 14:22, 7:11)

Ein wenig Landstraßer-Konfusion zu Beginn, weil - welch Luxusproblem – mehr als 12 Spieler anwesend waren. Das Problem wurde rasch gelöst, und - völlig untypisch – zusätzlich auch die Abstimmungsprobleme im Anfangsviertel. Zwar lief im Ballbesitz nicht alles wie gewünscht, aber die Defensive arbeitete mit mehr Intensität und dem Willen, es gemeinsam zu probieren. Auswechselungen brachten die Capricorns etwas aus dem Rhythmus, doch das erste Viertel konnten sie knapp für sich entscheiden.
Damit war es das auch schon mit dem konzentrierten Auftritt. In den nächsten beiden Vierteln lief kaum mehr etwas zusammen. In der Verteidigung schaute man den -  nun bestärkten Döblingern - mehr zu, als sich dagegen zu stellen. Und in der Offensive wollte es jeder alleine lösen. Am eklatantesten bei den immer wieder viel zu schnell genommenen Wurfversuchen. Weil die Würfe kaum fielen, auf Offensiv-Reboundsversuche verzichtet wurde und keinerlei Anstand gemacht wurde, die folgenden Fast Break zu stoppen, setzten sich die Gastgeber kontinuierlich ab.
Erst ab der Mitte des letzten Abschnitts kamen die Landstraßer wieder ein wenig besser in Tritt, die klare Niederlage war da aber bereits besiegelt.

Fazit: Wenn der Spielstand nicht den eigenen Ansprüchen genügt, ist nur ein kleiner Teil der Gruppe bereit, gemeinsam zu spielen. Hektische und wilde Einzelaktionen stehen über dem Teamspiel. Das folgende Ergebnis spricht selten für sich.
Union Döbling/2 aK vs. U16/3 aK 63:45 (8:12, 31:21, 51:32)

Die deutliche Niederlage der ersten Capricorns Mannschaft beim ÖMS Spiel zwei Tage zuvor und das Fehlen einiger großer Spieler waren nicht die besten Vorzeichen für dieses schwere Spiel. Dem gegenüber stand ein, am Vortag, klar gewonnenes Match gegen Hakoah, das für ein wenig mehr Zuversicht bei den Capricorns sorgte.

Mit dem Vorsatz, die Struktur aufrecht zu halten und am Rebound stätig dagegen zu halten starteten die Landstraßer in das Spiel. Und dieses Vorhaben wurde über weite Strecken konsequent umgesetzt. Zwar war der deutliche Leistungsunterschiede der beiden Teams über das ganze Match gesehen nicht zu übersehen, doch die Gäste zogen sich phasenweise sehr gut aus der Affäre.
Das lag nicht an einzelnen Spielern, denn alle 12 Capricorns hatten ihre Erfolgsmomente, sondern am immer wieder funktionierenden gemeinsamen Agieren. Am deutlichsten war diese Steigerung gegenüber den letzten Spielen in der Verteidigung und im Fast-Break zu sehen.
Verständlicher Weise wurden während der Pressingsituationen, immer wieder - anscheinend leichtfertige - Ballverluste produziert, der Ball oft zu lange gehalten sowie manchmal viel zu überhastet der Abschluss gesucht. Doch diese Abschnitte dauerten nie eine gefühlte Ewigkeit. Die Capricorns-Jungs schafften es immer wieder sich selbst in Szene zu setzten.

BC Vienna 87 vs. MU16/2 108:50 (29:12|34:15|24:12|21:11)

Fazit: Klar ist eine Niederlage mit mehr als 50 Punkten nichts anderes als eine Schlappe und kann kein Grund zur Freude sein. Aber man darf dabei den Fortschritt nicht übersehen, der in der letzten Zeit gemacht wurde. Es sind nicht mehr vereinzelte Versuche als Team aufzutreten, sondern gezielte Abfolgen, die ein Teamgefüge auch am Platz erkennen lassen. Doch um auch nur annähernd gegen ein Team dieses Kalibers mithalten zu können, muss vor allem die 1 gegen 1 Verteidigung konsequenter ausgeführt werden und die Zeitspanne, in der strukturiert gespielt wird, deutlich vergrößert werden. Eine bessere Freiwurfausbeute wäre auch kein Nachteil. Denn von den (von alles andere, denn schlecht gestimmten Schiedsrichtern) 38 zugesprochenen Freiwürfen wurden nur magere 16 versenkt.