Die - euphemistisch beschrieben - schwankende Trainingsbeteiligung zeigt ihre Wirkung. Als würden sich die Capricorns erstmalig begegnen und als hätten sie seit Wochen keinen Ball in der Hand gehabt, starteten sie ins Spiel. Welch ein Glück, dass es bei den Rockets anfänglich nicht viel besser lief..
Doch nach und nach begannen die Simmeringer ihre Plays konsequenter durchzuziehen, die Capricorns hingegen passten weiterhin die Bälle eher blindlings in die Arme der Gegner, als zu den Mitspielern. Ab und zu gab es einen Energieschub, doch darauf folgte wieder der Leerlauf.
Nur in den Minuten rund um die Halbzeitpause gab es eine kurze Phase, in der konzentriert zu Werke gegangen wurde, in der innerhalb von 5 Minuten 16 Punkte erzielt wurden, in der Druck in der Verteidigung ausgeübt wurde und der eine oder andere schnelle Pass einen freistehenden Spieler fand. Doch dieser Abschnitt hielt nicht lange, dann kamen wieder die technischen Fehler, die Unkonzentriertheit und allzu oft die Unbeholfenheit zum Vorschein.
UKJ agiert als Team geschlossener und systematischer und waren über 40 Minuten, trotz des kleineren Kaders, auch viel dynamischer. Eine Lektion aus der die Capricorns lernen müssen.

Weil Ärgernisse oft weitere anziehen, war der Auftritt der Landstraßer nicht die einzige Qual an diesem Nachmittag.
Warum bei Matches Schiedsrichter eingesetzt werden, die über die gesamte Spielzeit keinen einzigen Pfiff tätigen, ist schwer zu verstehen.
In Zeiten, in denen z.B. Tischorgane immer rascher nach Fehlern ausgetauscht werden, erscheint das besonders fragwürdig. Warum bei Schiedsrichtern „learning by doing“ als angewandte Praxis - völlig losgelöst von deren Tauglichkeit - erlaubt ist, jungen Tischorganen diese Lernphase aber komplett abgesprochen wird, entspricht einer recht seltsamen Sichtweise der Verantwortlichen.
So werden Spiele zu komplett wertlosen Wettbewerben. Schade für die Burschen.

UKJ Rockets/a.K. vs. MU16/3 a.K 58:51 (9:10|17:11|18:12|14:18)