Sozusagen als Vorspiel für die Begegnung am nächsten Tag, spielte die MU16/3 am Samstag, 7.4.18 gegen den Tabellenführer BC Vienna. Auf Grund der diesmal recht dünnen Kaderdecke verstärkten zwei Neulinge aus der MU14/2 das Team.
Für die Capricorns lief im ersten Viertel im Angriff wenig zusammen und in der Defensiv waren sie dem Pick & Roll der Gäste allzu oft ausgeliefert – ein 10 Punkte Rückstand zur Viertelpause die Konsequenz.
Im zweiten und dritten Abschnitt klappte die Verteidigung bedeutend besser und im Angriff setzten die Gastgeber nun mehr Akzente, der Rückstand blieb allerdings ziemlich konstant.
Das letzte Viertel gehörte dann dem offensiv spielbestimmenden Vienna-Spieler Özcan. Er war über das ganze Match Punktelieferant und Ideengeber der Gäste in Personalunion. In den letzten 10 Minuten allerdings vor allem ersteres, alle 16 Zähler von Hallmann sollten auf sein Konto gehen und so besiegelte er mit seiner starken Leistung die WAT 3 Niederlage.

MU16/3 a.K. vs BC Hallmann Vienna 44:63  (10:20|17:19|10:8|7:16)

Fazit: Auch wenn bei weitem nicht die stärkste Leistung abgerufen werden konnte, so gab es doch einige Lichtblicke. Die beiden Youngster trauten sich mit Fortlauf des Spieles mehr und mehr zu und beide konnten sich in die Punktewertung eintragen. In der Defensive bekam man den größten Gegenspieler immer besser unter Kontrolle und vielleicht die größte Stärke momentan, der Teamspirit passt auch in Spielen, bei denen nicht alles gut läuft.

Fast derselbe Kader wie bei der Klatsche am Vortag stand am 18.3. UWW gegenüber.

Die - euphemistisch beschrieben - schwankende Trainingsbeteiligung zeigt ihre Wirkung. Als würden sich die Capricorns erstmalig begegnen und als hätten sie seit Wochen keinen Ball in der Hand gehabt, starteten sie ins Spiel. Welch ein Glück, dass es bei den Rockets anfänglich nicht viel besser lief..
Doch nach und nach begannen die Simmeringer ihre Plays konsequenter durchzuziehen, die Capricorns hingegen passten weiterhin die Bälle eher blindlings in die Arme der Gegner, als zu den Mitspielern. Ab und zu gab es einen Energieschub, doch darauf folgte wieder der Leerlauf.
Nur in den Minuten rund um die Halbzeitpause gab es eine kurze Phase, in der konzentriert zu Werke gegangen wurde, in der innerhalb von 5 Minuten 16 Punkte erzielt wurden, in der Druck in der Verteidigung ausgeübt wurde und der eine oder andere schnelle Pass einen freistehenden Spieler fand. Doch dieser Abschnitt hielt nicht lange, dann kamen wieder die technischen Fehler, die Unkonzentriertheit und allzu oft die Unbeholfenheit zum Vorschein.
UKJ agiert als Team geschlossener und systematischer und waren über 40 Minuten, trotz des kleineren Kaders, auch viel dynamischer. Eine Lektion aus der die Capricorns lernen müssen.

Weil Ärgernisse oft weitere anziehen, war der Auftritt der Landstraßer nicht die einzige Qual an diesem Nachmittag.
Warum bei Matches Schiedsrichter eingesetzt werden, die über die gesamte Spielzeit keinen einzigen Pfiff tätigen, ist schwer zu verstehen.
In Zeiten, in denen z.B. Tischorgane immer rascher nach Fehlern ausgetauscht werden, erscheint das besonders fragwürdig. Warum bei Schiedsrichtern „learning by doing“ als angewandte Praxis - völlig losgelöst von deren Tauglichkeit - erlaubt ist, jungen Tischorganen diese Lernphase aber komplett abgesprochen wird, entspricht einer recht seltsamen Sichtweise der Verantwortlichen.
So werden Spiele zu komplett wertlosen Wettbewerben. Schade für die Burschen.

UKJ Rockets/a.K. vs. MU16/3 a.K 58:51 (9:10|17:11|18:12|14:18)

Viel Magerkost bot die MU16/3 nach den Ferien. Egal in welcher Konstellation die Capricorns am Feld standen, sie schienen nicht und nicht vom Fleck zu kommen. Statisch in der Offensive und defensiv wenig inspiriert, machten sie sich selbst das Basketballer-Leben schwer.
Immer wieder ließen sie sich in Einzelaktionen verstricken, die selten situationsentsprechend gewählt wurden und dann auch selten zu Ende gespielt wurden. Meist endeten diese Aktionen irgendwo im Nirgendwo. Entsprechend mau auch der Punktestand, der in keinem Viertel über 11 kletterte.
Nur gut, dass sich die Gäste zu Beginn auch nicht als Wurfakrobaten präsentierten, so konnte die Capricorns einen Vorsprung herausspielen, der schlussendlich reichte.
Das Fehlen der etatmäßigen Guards ist sicherlich ein Grund, warum ideen- und kopflos agiert wurde. Doch das alleine, reicht nicht als Erklärung.
Eine mehr als deutliche Steigerung wird notwendig sein, um bei den kommenden Spielen nicht komplett unter zu gehen.

MU16/3 a.K. vs. BC Vienna 87/2 a.K.40:28 (11:4|8:10|10:7|11:17)